So sollte man nicht abmischen!

10 Mixing-Methoden, mit denen man jeden Song ruiniert!


Ihr wollt gut klingende Songs? Dann solltet ihr diese Mixing-Methoden am besten sein lassen.

Solo abhören

Das Solo abzuhören schadet meist mehr, als dass es gut tut. Gerade beim Anhören von Einzelsignalen neigt man eher dazu, das Signal fetter zu machen. Im Gesamtkontext ist das meist nicht von Vorteil.

Es sollte eher geschafft werden für jedes Instrument. Wenn man die besten Mixes Solo abhört, klingen die Einzelsignale meist dünn. Im Gesamtkontext fügt sich aber alles zusammen. Zu viele fette Einzelsignale zerstören den Mix.

Zu viel Kompression

Mit zu starker Kompression nimmt man jedem Song das Leben. Vor allem auf der Summe kann man einen guten Mix aus falschem Loudness-Ehrgeiz töten. Zu starke Kompression klingt gedrückt und meist flach. Der Bass hat kein Leben mehr und die Höhen britzeln. Kick klingen nicht mehr wuchtig, sondern dünn und “plocken” eher als zu “kicken”.

Nur auf einer Anlage abhören

Referenzsongs sind vor allem für Mixing-Neulinge besonders wichtig. Diese sollte man auf seiner heimischen Anlage in und auswendig kennen. Dadurch kann man seine eigenen Mixes auf jeder Anlage besser einschätzen.

Um seinen eigenen Mix zu prüfen, ist es enorm wichtig ihn auf verschiedenen Anlagen zu hören. Verschiedene Abhörsituationen offenbaren verschiedene Schwächen im Mix. Ihr braucht jetzt keine Fabrik voll Studiomonitore. Aber nutzt Autolautsprecher, Kopfhörer oder Kofferradios. Jede anders klingende Abhöre wird euch helfen.

Clipping

Die rote digitale Lampe sollte nie leuchten. Digitale Verzerrungen klingen schlimm und sind unnötig. Mit Bitraten über 24 Bit ist genug Platz für jeden Sound ohne ihn übersteuern zu müssen. Neigt man dazu Sachen in den roten Bereich zu schieben, sollte man sich eher Gedanken machen, welche Elemente zu laut sind beziehungsweise zu Platz einnehmen.

Der Peak meines lautesten Signals, welches meistens die Kick ist, liegt in der Ausgangsposition bei circa -5dB FS. Dadurch ist genug Platz für alle anderen Instrumente im Mix, ohne dass man die Summe digital gegen die Wand.

Keine Subgruppen nutzen

Vor allem bei Songs mit vielen Spuren sollte man Subgruppen nutzen. Dadurch hat man einfach mehr Kontrolle über die zusammengefassten Spuren.

Ich teile meine Mixes gerne in die Subgruppen ein:

  • Drums
  • Bass
  • Synthesizer / Instrumente
  • Stimme Vers
  • Stimme Bridge
  • Stimme Refrain

Gerade bei Änderungswünschen, wo es darum geht kleine Lautstärkeänderungen vorzunehmen, ist dies die einfachere Lösung als jeden einzelnen Fader zu bewegen.

Zu laut abhören

Zu lautes Abhören kann für den Mix böse Folgen haben. In der Regel klingen solche Mixes auf Normalpegel sehr drucklos.

Im Gegensatz dazu sind Songs, die mit adäquaten Pegel gemischt worden sind, deutlich druckvoller. Egal ob sie laut oder leise abgehört werden.

Keine Pause machen

Ohren ermüden genauso wie Muskeln beim Sport. Deshalb sollte man ihnen eine Pause gönnen. Die Regeneration erfolgt im Gegensatz zu den Muskeln relativ schnell. Meist reichen gute 30 Minuten, damit das Ohr annähernd resetet ist.

Das kann bei jedem Menschen anders sein, aber ich empfehle nach spätestens zwei Stunden eine Pause zu machen. Auch durch den zeitlichen Abstand nimmt man den Mix direkt anders wahr. Das kann vor allem bei Mixing-Sessions helfen, wo man einfach nicht weiter weiß. Oft fällt es einem nach einer Pause deutlich einfacher die richtigen Schritte zu ergreifen.

Aufnehmen / Editieren und Mischen

Ein Tipp, den ich von dem berühmten Mixing-Engineer Chris Lord Alge mitgenommen habe ist, dass man sich ausschließlich auf eine Sache pro Tag konzentrieren soll. Entweder Aufnehmen, Editieren oder Mischen. Zwei Sachen am Tag sorgen für schlechtere Resultate seiner Meinung nach.

Ich habe die selbe Erfahrung gemacht. Man beschäftigt sich beim Aufnehmen und Editieren schon sehr mit dem Song. Das Ohr gewöhnt sich in der Zeit an den Klang. Dadurch fehlt nach einer gewissen Zeit die Objektivität. Mit einem Abstand von ein paar Stunden oder einem Tag nimmt man den Song einfach wieder besser wahr.

Schlechte Aufnahmequalität

Das ist natürlich keine Mixing-Methode aber es gehört meiner Meinung trotzdem hier rein. Eine schlechte Aufnahme kann auch durch den besten Mixing-Engineer nicht zum klingen gebracht werden. Es kann höchstens eine Optimierung stattfinden. Deshalb ist es umso wichtiger während der Aufnahme oder Produktion auf ein hohes Niveau des Klangs zu achten.

Keine Experimentierfreude

Keine Experimente bedeuten langweilige Mixes. Selten passt ein Effektfeuerwerk. Aber ein bisschen Würze geht immer. Sei es ein angezerrtes Tape Delay oder ein Telefoneffekt auf der Stimme. Gezielte Effekte können den Song auflockern und ihm ein besonderen Sound verleihen.

Wenn du meine 5 besten Mixing- und Mastering-Tipps erfahren möchtest, trage dich jetzt in meinen kostenlosen E-Mail Newsletter ein!


Deine E-Mail-Adresse:






 


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*