Mixing Mastering Lautstärke Pegel

Was ist die perfekte Abhörlautstärke?


Um einen Mix gut beurteilen zu können, braucht man frische Ohren. Deshalb sollte das Ohr nicht all zu schnell ermüden. Um das zu verhindern, muss man sich an ein paar Regeln beim Abhören halten.

Was ist die optimale Abhörlautstärke?

Um die Frage zu beantworten zu können, muss man sich zwei Punkte anschauen. Zum einen müssen wir beachten, bei welcher Lautstärke das Ohr am linearsten hört und zum Anderen, ab welchem Schalldruckpegel das Ohr unter Stress steht.

Fletcher-Munson-Kurven

Die Fletcher-Muson-Kurven besagen, dass die Wahrnehmung der Lautstärke abhängig von der jeweiligen Frequenz ist. Bestimmte Frequenzen werden lauter wahrgenommen als Andere. Zwischen 90 und 80 dBspl nehmen wir das Soundbild am linearsten wahr.

Aus den Verhältnissen kann man auch ableiten, dass Bässe und Höhen bei lautem Abhören präsenter werden. Für uns bedeutet das, dass wir versuchen sollten bei einer angemessenen Abhörlautstärke (welche das ist, verrate ich gleich) ein möglichst druckvollen Mix zu erzielen. Ein laut gemischter Song, der Druck hat, klingt leise nicht genauso druckvoll. Umgekehrt wird ein leise gemischter druckvoller Track ordentlich Wumms haben! Auch da muss man natürlich aufpassen, dass beim zu leisen Abhören nicht zu viel Bässe und Höhen reingedreht werden. Aber die Gefahr ist deutlich geringer.

Stresspegel

Nun zum idealen Pegel! Laut vieler Experten sollte der Abhörpegel für einen längeren Zeitraum zwischen 75 und 85 dBspl liegen. Um diesen zu messen, könnt ihr euch ein Pegelmessungsapp runterladen. Geeicht sind die Apps zwar nicht aber sie geben einen ungefähren Eindruck wie laut etwas ist. Als Anhaltspunkt kann man auch ein normal lautes Gespräch nehmen. Wenn man sich noch entspannt unterhalten kann, ist der Pegel gut.

Pegel messen per App.

App zur Überprüfung der Lautstärke!

Ein zu hoher Pegel kann im schlimmsten Fall zu Gehörschäden führen. Das wollen wir natürlich dringend vermeiden. Aber in jedenfalls führt lautes Abhören zur schnellen Ermüdung des Ohrs. Das hat vor allem den Nachteil, dass man den Mix nicht mehr beurteilen kann und man gefühlt nur noch Matsch hört. Der Sinn für Details geht dadurch komplett verloren.

Wie oft sollte man beim Mixing Pausen einlegen?

Das ist bei jedem Menschen anders. Ich lege zum Beispiel nach 2 bis 3 Stunden mindestens eine 10-minütige Pause ein. In der Zeit höre ich nichts. Ich lenke mich komplett ab. Nutze die Zeit zum Essen oder lese Nachrichten. Aber in keinem Fall höre ich mir etwas an, außer dem normalen Grundrauschen der Ohren.

Man sollte einfach darauf achten, ob man sich noch auf Details im Mix konzentrieren kann, oder ob die Ohren nur noch einen einzigen Klangbrei wahrnehmen. Diesen Punkt zu erkennen ist nicht einfach. Am besten hinterfragt man sich nach zwei Stunden selbst alle 30 Minuten und entscheidet dann, ob man eine Pause benötigt. Müde Ohren ruinieren aber definitiv den Mix.

Sollte ich immer mit dem gleichen Pegel mischen?

Davon würde ich dringend abraten. Ich versuche 80% des Mixes einen Pegel von circa 80 dBspl einzuhalten. In diesem Bereich kann man allgemein sehr gute Effekte, wie Kompressoren, Equalizer, Hall und Delays einstellen, ohne dass diese verwaschen klingen oder man sie gar nicht raushört. Bei zu lautem oder zu leisem Abhörpegel neigt man schnell extremen Einstellungen.

Wenn du meine 5 besten Mixing- und Mastering-Tipps erfahren möchtest, trage dich jetzt in meinen kostenlosen E-Mail Newsletter ein!


Deine E-Mail-Adresse:







Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*